Digitalpiano Test

Digitalpianos gelten heutzutage als eine durchaus ernstzunehmende Alternative zum herkömmlichen Klavier. Obwohl Puristen einen synthetisch erzeugten Klang niemals einem auf mechanische Weise entstandenen vorziehen werden, kann aufgrund des seit Anfang der Neunziger Jahre verwendeten Samplingverfahrens hinsichtlich der Soundqualität kaum noch ein Unterschied zwischen beiden Instrumenten festgestellt werden.

 

Das Digitalpiano im Vergleich zum Klavier

Hier bieten sie ganz entscheidende Vorteile gegenüber dem Klavier. So ist ein wesentlich geringerer finanzieller Aufwand bei der Anschaffung vonnöten, sie wiegen, da sie aus mit Holzfurnier beklebten Faserplatten bestehen, lediglich zwischen 25 und 80 Kilogramm, sind von daher leichter zu transportieren und benötigen entscheidend weniger Platz innerhalb des Wohnraumes. Für den Heimgebrauch besteht ein nicht zu unterschätzender Vorteil auch darin, dass die Lautstärke der angeschlagenen Töne wie bei einem Radio zwischen laut und leise geregelt werden kann, mehr noch, dass die selbst gespielte Musik bei Bedarf über Kopfhörer wiedergegeben wird, bisweilen nervtötende Fingerübungen also keine die Mitbewohner störenden Geräusche verursachen müssen.

Das ist möglich, weil der Klang der einzelnen Töne über Verstärker und Lautsprecher und nicht durch das härtere und weichere Anschlagen der Tasten erhöht und verringert wird. Befürchtungen, dass diese Instrumente mit einer Keyboardtastatur ausgestattet sein könnten, sind völlig gegenstandslos, da die meisten Digitalpianos über eine 88 Tasten umfassende Tastatur mit Hammermechanik verfügen, die eine Spieltechnik wie auf einem mechanischen Klavier gestattet.

Die Vorteile von Digitalpianos gegenüber Klavieren

Außerdem brauchen Digitalpianos nicht gestimmt zu werden, was bei Klavieren und Flügeln in halbjährlichen Abständen geschehen sollte, und mit nicht unerheblichen Kosten verbunden ist. Dass Digitalpianos über mehrere Sounds wie E-Piano, Cembalo, Orgel oder Strings verfügen, gehört bei sämtlichen modernen Ausführungen zum Standard, außerdem bieten die meisten aktuellen Ausführungen Midi PC-Schnittstellen an, sodass Aufnahmen und Bearbeitungen am Computer möglich sind. Diese Möglichkeiten sind es, die digitale Stagepianos auch für Livemusiker sehr attraktiv machen. Stagepianos werden zudem häufig aufgrund ihres den Klaviersound variierenden Klanges benutzt, so sind die unterschiedlichsten Musikstücke aus dem Jazz-Rock oder Popbereich gerade durch die synthetischen Klänge eines E-Pianos deutlich geprägt worden.

Die Geschichte von digitalen Pianos

Das Digitalpiano ist die elektronische Variante des Klaviers oder des Pianos. Schon in den30er Jahren entwickelten renommierte Firmen wie Siemens und Bechstein das erste elektro-akustische Piano. Elektro-akustisch daher, weil die Saiten mechanisch mit Mirkohämmern angeschlagen wurden und Schwingungen wurden ähnlich wie bei der elektrischen Gitarre mit induktiven Tonabnehmern aufgenommen. Wiedergegeben wurden die Töne über einen Röhrenverstärker.

 Digitalpiano Vergleich

Der Digitalpiano Vergleich

Im Laufe der Jahre wurden die Digitalpianos immer weiterentwickelt, so dass es heute verschiedene Arten wie Hybrid-Pianos und digitale Pianos gibt. Verschieden Ausführungen von Digitalpianos Wie bei anderen Instrumenten gibt es auch bei den Digitalpianos verschieden Ausführungen. Je nach Einsatzgebiet werden verschieden Modelle unterschieden.

Das digitale Homepiano für zu Hause

Für den Heimgebrauch gibt es das Homepiano. Die Bedienung ist meistens etwas einfacher als bei anderen Pianos, damit das Instrument jeder nutzen kann. Das Piano besteht aus separaten Teilen. So wir die Tastatur mit der Elektronik auf einen Ständer gestellt. Anschließend werden die separaten Lautsprecher angeschlossen und schon ist das Piano einsatzbereit.

Ein Stage-Piano für die Bühne

Das Stagepiano ist die große Ausführung des Homepianos. Es unterscheidet sich daher, dass es um einiges mehr Gewicht aufweist und viel robuster gebaut ist. Viele Stagepianos verfügen über eingebaute Lautsprecher. Diese dienen dem Keyboarder allerdings nur als Monitor. Für die Beschallung des Publikums wird das Piano, wie die anderen Instrumente, über ein P.A. abgenommen und über Lautsprecher wiedergeben.

Fazit: Klavier oder Digitalpiano?

Obwohl die Klangqualität der Digitalpianos ständig verbessert wird, hat es im Gegensatz zum Klavier immer noch einen künstlichen Ton, welcher bei Kennern auch hörbar ist. Beim digitalen Piano ist der Effekt des gedrückten Haltepedals erst einige Jahre alt. Dieser Effekt bewirkt, dass nicht nur die angeschlagenen Töne weiterklingen, sondern auch noch die resonierenden Töne hörbar sind.